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Casa (2019)
Casa (2019)
Das Haus steht seit dem Sesshaftwerden des Menschen für Sicherheit, Geborgenheit und Heimat. Es ist eine Stätte der Zuflucht, der Ruhe und Privatsphäre. Gerade heute, wo aktuell weltweit mehr als 120 Millionen Menschen auf der Flucht sind, ist das Haus im direkten wie übertragenen Sinn der Ort für existentiellen Schutz. In größer gedachten Dimensionen kann das Haus aber auch als Metapher für die Erde insgesamt verstanden werden, die Lebensgrundlage aller menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen ist. Sie muss ebenso wie ein Haus gepflegt und erhalten werden, um auch in Zukunft ein Leben und Überleben für alle zu ermöglichen. Wir alle müssen für den Erhalt der Erde Verantwortung übernehmen.
Der Künstler Hermann Weber (*1959) beschäftigt sich seit vielen Jahren innerhalb seines plastischen Schaffens mit dem Motiv des Hauses. Er setzt sich künstlerisch mit dem auseinander, was ein Haus ist, was es sein kann, wie komplex es gedacht werden kann, und dies vor allem in Zeiten ökologischer, sozialer oder archi- tektonischer Transformationen. Das hier ausgestellte Kunstwerk Casa (ital. Haus) ist Teil einer umfassenden künstlerisch-ökologischen Initiative von Hermann Weber zugunsten des Schutzes der Artenvielfalt in Berg, zu der u.a. auch ein Wurzelgarten, ein Totholzhaufen, eine Benjes- Hecke, ein Steinhaufen und vielfältige Bepflanzungen gehören. Dies sind Lebens- und Schutzräume für viele heimische Tiere wie Mauswiesel, Igel, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Wildbienen, Ameisen, Blindschleichen, Eidechsen, Laubfrösche, Erdkröten, Ringelnattern usw. Sie alle verdienen unseren Schutz!
Dr. Andreas Beitin, Direktor Kunstmuseum Wolfsburg
»Outdoor Gallery«
„Outdoor Gallery“ – so bezeichnet der Künstler Hermann Weber die großformatigen Plakate an seiner Hofmauer direkt an der Berger Ludwigstraße ...
»Hecke als Lebensraum«
Ein Artikel von Jörg Petri in der »Rheinpfalz«
Künstler und Naturschützer: Rodungen sind „sträfliche Verantwortungslosigkeit“
»Hecke als Lebensraum« heißt das Projekt, das Kunstprofessor und Umweltaktivist Hermann Weber in Zusammenarbeit mit der Bahn ins Leben gerufen hat. Foto: Jörg Petri
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